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Zur Geschichte des Gutshauses
Das alte Gutshaus oder besser gesagt, das, was von einem einst stolzen Haus übriggeblieben war, könnte Romane erzählen.
Das Gutshaus in der Gemeinde Krummin gehörte einst zum Rittergut, das die Familie von Korswandt nach dem
30jährigen Krieg im Zuge der Schaffung neuer Besitz- und Machtstrukturen errichtet hatte. Davor war Krummin lediglich ein kleines Klosterdorf, das die Zisterzienser gegründet hatten
.
Die Familie bewirtschaftete das Gut bis ins 20. Jahrhundert. Krummin war dabei der Führungsort im
nordwestlichen Teil der Insel. Hier befanden sich der Pfarrsitz und das Standesamt. Der gebürtige Usedomer J.W. Meinhold war hier als Pfarrer ordiniert. Er ging in die Geschichte als der Verfasser des bekannten
Romans „Die Bernsteinhexe“ ein, eine frei erfundene Geschichte, die aber auf historischen Tatsachen beruht. Erst mit dem Einsetzen des Badebetriebes kurz vor der Jahrhundertwende auf der Insel wurden Standes-
und Pfarramt in Zinnowitz angesiedelt.
Wirtschaftliche Gründe waren es, die in den 20er Jahren zur Auflösung des Rittergutes führten. Zur
weiteren Bewirtschaftung der Ländereien gründete sich eine Landgesellschaft. Mit dem Beginn des 2. Weltkrieges blieben die nötigen Veränderungen am Schloß und an den übrigen Gebäuden aus und alles zerfiel.
Vom gräflichen Besitz war der rechte Flügel, der Ballsaal als Ruine erhalten geblieben. Dieser verbleibende
Teil wurde aufwendig renoviert. Leider blieb vom alten Ballsaal dann nur noch das Gewölbe und Teile des Erdgeschosses übrig. Der Rest aber wurde nach alten Vorlagen wieder aufgebaut und im Jahr 1999
fertiggestellt. Die Krumminer Bewohner sprechen heute noch immer liebevoll vom “Schlösschen”. In diesem
befinden sich nun die Wohnungen, in welchen Feriengäste Ihren wohlverdienten Urlaub mit dem Flair herrschaftlichen Wohnens verbringen können.
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